Sportwissenschaftler erforschen die Wirkung von Koffein

Ob Kaffee und seine Bestandteile in Zukunft eine Rolle bei medizinischer Schmerzbehandlung spielen werden, muss erst noch genauer erforscht werden. Zumindest aber konnten amerikanische Sportwissenschaftler der Universität Georgia in einem Experiment nachweisen, dass immerhin ein lindernder Effekt bei der Entstehung von Muskelschmerzen vorliegt. Probanden hatten unter dem Einfluss von Koffein ein Radfahrtraining auf dem Ergometer durchgeführt und blieben länger von Muskelschmerzen verschont als ohne den Wachmacher. Wie genau der Wirkstoff jedoch Einfluss nimmt, weiß man bisher nicht. Ausschließen konnten die Sportwissenschaftler allerdings einen Zusammenhang mit der blutdruckerhöhenden Wirkung von Koffein.

Die physische Leistungsfähigkeit kann Koffein jedoch nicht erhöhen, wohl aber größere Anstrengungen beim Training leichter ertragen lassen. Für den sportlichen Wettkampf allerdings verbietet das Internationale Olympische Komitee ebenso wie die Internationale Vereinigung der Radfahrer die Einnahme. Koffein in wirksamer Dosis steht dort auf der Dopingliste. Darüber hinaus raten Forscher vor allem Menschen mit Durchblutungsstörungen von Kaffeegenuss vor dem Sport ab.

Nachzulesen sind die Studienergebnisse im 109. Band der Fachpublikation „Pain“ unter dem Titel „Dose-dependant effect of coffeine on reducing leg muscle pain during cycling exercise is unrelated to systolic blood pressure”.

2 KOMMENTARE

  1. Von dieser Studie habe ich noch gar nichts gehört, aber ich finde dieses Thema als regelmäßige Marathonläuferin extrem spannend. Ich werde es selbst mal testen 😉

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