Hätten Sie’s gewusst?

Kaum ein anderes Lebens-/Genussmittel hat mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen wie der Espresso. Wir möchten die wichtigsten widerlegen:

1. Espresso ist gesünder und verträglicher als Filterkaffee!

Espresso wird aus den gleichen Bohnen hergestellt wie Filterkaffee – mit dem Unterschied, dass die Kaffeebohnen für den Espresso langsamer und länger geröstet werden, so dass mehr Säure verloren geht. Der gravierende Punkt ist aber die Zubereitung des Kaffees: Während beim Filterkaffee das Wasser viel Zeit hat, alle Bitter- und Gerbstoffe aus dem Pulver zu lösen, kommt es bei der Zubereitung von Espresso nur ganz kurz mit dem Kaffeemehl in Berührung. Aroma und Geschmacksstoffe können sich gut entfalten. Das macht Espresso bekömmlicher sowie herz- und magenfreundlicher als Filterkaffee!

2. Espresso enthält weniger Koffein als Filterkaffee!

Eine Tasse Espresso enthält etwa 50 bis 60 Milligramm Koffein, eine Tasse Filterkaffee kommt im Vergleich dazu auf 60 bis 100 Milligramm. Auch das liegt daran, dass der Espresso Tasse für Tasse zubereitet wird und das Wasser nur 25 – 30 Sekunden Zeit hat, das Koffein aus dem Kaffeepulver zu lösen. Zudem ist Koffein – in normalen Mengen genossen – für den gesunden Menschen völlig unbedenklich!

3. Espresso entzieht dem Körper kein Wasser!

Weit verbreitet ist der gute Rat, zu jeder Tasse Espresso ein Glas Wasser zu trinken. Nun fand aber ein Forscherteam heraus, dass es keinen Unterschied in der Flüssigkeitsbilanz von Erwachsenen macht, ob sie ihren Flüssigkeitsbedarf über verschiedene Getränke (bei denen kein reines Wasser enthalten ist) oder Getränke unter Einbeziehung von Wasser zu sich nehmen.

Das heißt, dass sich die notwendige ausreichende Flüssigkeitsversorgung des menschlichen Organismus auf eine Vielzahl von Getränken stützen kann – z. B. auch auf Kaffee. Zudem ist die harntreibende Wirkung des Kaffees vergleichbar mit der von Wasser…

4. Espresso-Genuss mobilisiert Stoffwechsel!

Diverse Studien mit Tausenden von Versuchspersonen belegen: Kaffee treibt den Stoffwechsel an, mobilisiert Magen und Darm, kann sogar Nierensteinen vorbeugen. Er steigert nicht das Risiko für die koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt und beeinflusst auch nicht die Bildung von Bluthochdruck. Personen, die mindestens sieben Tassen Kaffee pro Tag trinken, senken Ihr Risiko einer Diabetes-Erkrankung vom Typ 2 (sog. Altersdiabetes) um 50 %. Frauen, die auf eine ausreichende Kalziumversorgung achten, haben durch Kaffeegenuss im üblichen Rahmen kein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

5. Abendlicher Espresso-Genuss hält nicht automatisch wach!

Kaffee hebt die Stimmung und fördert die gute Laune. Kaffee ist ein Wachmacher, was allerdings nicht unbedingt bedeutet, dass er uns den Schlaf raubt. So wird mancher von zwei Tassen am Abend munter, während andere nur eine Tasse schläfrig macht. Das hängt von dem Molekül Adenosin im menschlichen Gehirn ab. Es setzt sich an bestimmten Andockstellen – den so genannten Rezeptoren – fest und blockiert die Ausschüttung von allen belebenden Botenstoffen. Man wird müde. Daran kann auch ein Espresso nichts mehr ändern. Ist das Koffein allerdings schneller, blockiert es die Rezeptoren, und Sie bleiben länger wach. Fazit: Sind Sie bereits müde, können Sie soviel Espresso trinken, wie Sie wollen – Sie werden trotzdem schlafen wie ein Murmeltier!

2 KOMMENTARE

  1. […] “Espressokaffee“, wo auch immer dieses (Un-)Wort herkommt, müsste man demnach wohl übersetzen mit “als Espresso zubereiteter Kaffee”. Dafür steht allerdings bereits das Wort Espresso selbst (genauer: für ein “in der Maschine bereitetes, starkes Kaffeegetränk”, was allerdings auch nicht ganz korrekt ist, lieber Duden.)  […]

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