Kaffee-Vollautomaten von z.B. Jura oder Saeco erfreuen sich auch weiterhin großer Beliebtheit. Und dies trotz des oft enormen Preises. Wer einen solchen Apparat jedoch mal in Gebrauch hatte, weiß auch, dass er so ganz vollautomatisch nicht funktioniert. Wie ein Tamagotchi verlangt die Maschine ständig Support. Wasser nachfüllen, Tresterbehälter leeren, Durchspülen, Entkalken, Filtern. Wo bekomme ich Entkalkungstabletten, wo kann ich Filter problemlos beziehen?

Und nicht jede Bohne eignet sich für das integrierte Mahlwerk. Sind diese süditalienisch geröstet und sehr ölig, kann es schon mal ranzen und kleben im Getriebe.

Ein weiterer Punkt ist, dass ein Vollautomat oft Schwierigkeiten hat die Brühgruppen-Temperatur für einen echten italienischen Espresso zu entwickeln. Wer aber gerne einen Verlängerten (Schümli) oder Milchkaffee trinkt, ist perfekt bedient mit den Highend-Geräten. Man sollte dann allerdings auch auf die richtigen Bohnen zurückgreifen. Diese unterscheiden sich in Mischung und Röstung von der klassischen Tostura italiano und sind viel besser für einen Vollautomaten geeignet. Fast jeder Röster hat inzwischen eine spezielle Mischung für Vollautomaten im Sortiment.

Hier einige Beispiele:

Caffe New York Supercrema
Lavazza Bar Bella Crema
Schreyögg Schümli
Meinl Caffe Mocca Gold

Auch Ulrich Carroux wird noch in diesem Jahr einen Crema anbieten. Wir haben diesen bereits getestet und sind davon sehr angetan.

Wir schätzen, dass oben genannte Gründe dafür ausschlaggebend sind, warum viele Espressoliebhaber sich wieder kleinen Siebträger-Maschinen zu wenden und eine separate Mühle erwerben.

Es macht einfach viel Spaß den richtigen Mahlgrad, Dosierung und Temperatur für den eigenen, perfekten Espresso zu erarbeiten.

Und nur das Ergebnis ist doch das, was am Ende zählt, oder?

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