Um 1720 begann man fast überall zwischen dem Wendekreis von Krebs und Steinbock Kaffee anzupflanzen. Für die Amerikaner war es billiger, den Kaffee aus dem benachbarten Süden zu kaufen, als den hochbesteuerten Tee der Briten. Und noch wichtiger: Der Kaffee begann den Amerikanern zu schmecken, denn sie fügten Zucker hinzu. Im Vergleich zu Bier und Cidre wirkte der süße, schwarze Trank wie eine Energiespritze. Zur gleichen Zeit arbeiteten George Washington und seine Mitstreiter an einer revolutionären Idee: Die Gruppe gebar die erste demokratische Verfassung. Im Merchants Coffee House!

Gerade als Jahr für Jahr mehr Bohnen nach Amerika importiert wurden und der Bier-, Tee- und Cidrekonsum zurückging, kam es zum Aufstand gegen die britischen Kolonialherren. Im Jahre 1773 verkleideten sich 90 Amerikaner als Indianer und warfen im Hafen von Boston hunderte Säcke mit Tee von dem britischen Handelsschiff Dartmouth ins Meer. Die Boston Teaparty stand am Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Die Amerikaner verfassten die Declaration of Independence und verdammten das Teetrinken als unpatriotisch. Kaffee wurde zum Nationalgetränk. Seither sind die USA der größte Kaffeekonsument der Welt. War es der Beginn des amerikanischen Wirtschaftswunders?

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