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Im Kaffeesatz malen statt im Kaffeesatz lesen

Das Lesen des insbesondere bei Mokkazubereitungen sich bildenden Kaffeesatzes dient im Volksspiritismus zum Wahrsagen über die Zukunft und wird „Kaffeedomantie“ genannt. Es existieren zwei verschiedene Methoden: Bei der ersten Methode muss der noch nasse Kaffeesatz von der Person, deren Zukunft erforscht werden soll, mit dem Finger umgerührt werden, bevor er austrocknet. Anschließend werden aus den Mustern, die sich während des Trocknungsprozesses gebildet haben, Rückschlüsse auf die Zukunft gezogen. Bei der zweiten Methode nimmt man gewaschenen und getrockneten Kaffeesatz und legt die Körnchen auf einen flachen Teller. Nun bewegt man ihn mit einem Finger so lange, bis die gesamte weiße Fläche bedeckt ist. Die Figuren, die sich dabei gebildet haben, werden nun gedeutet.

Die Wirksamkeit dieser Methode, die insbesondere bei Frauen in südeuropäischen und südosteuropäischen Kulturen ein beliebtes Freizeitvergnügen ist, wurde nie wissenschaftlich nachgewiesen, vor allem deshalb, weil niemand ernsthaft daran glaubt und sich die Wissenschaft auch nie mit dem Thema befasst hat.

Ob die Kunst, aus dem Kaffeesatz zu lesen wirklich funktioniert, gilt es also erst noch zu beweisen. Mit Kaffeesatz zu malen ist dagegen reale Kunst – wie die folgenden Bilder eindeutig beweisen! Auf Flickr, einer Foto-Community, sind noch weitere Bilder der Fotografin „Ivayala“ zu bestaunen – gemalt im Satz der Kaffeetasse:

Alex

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Alex