Kaffee-Pads besser als Ihr Ruf!

7 März 2006

Negative Berichterstattung verunsichert Konsumenten

Am 28. Februar berichtete die ARD in ihrer Plusminus-Sendung über den „Nepp mit Kaffee-Pads“: „Sie heißen Senseo, Cafissimo, Tassimo – Kaffeemaschinen, die nur einzelne Portionen aufbrühen. Die Hersteller freuen sich über die Verkaufszahlen, die Kaffeefreunde über die praktische Bedienung. Doch die Bequemlichkeit hat ihren Preis: Das Pulver steckt in winzigen Beutelchen oder Kapseln – und die sind richtig teuer.“ Im anschließenden Bericht testete der Sender ein Senseo-Pad und eine Tassimo-Kapsel gegen eine exzellente Kenya AA-Bohne. Es mag kaum überraschen, dass die testenden Kaffee-Sommeliers zu einem einstimmigen Ergebnis kamen: „Es ist ein offenes Geheimnis: Frisch gerösteter Kaffee ist das Maximum.“

Ähnliche Berichte können Sie in der letzten Zeit regelmäßig in der deutschen Presse finden. Während in ganz Südeuropa die Vorteile des Kaffees in Padform genossen werden, wehrt sich Deutschland mit Händen und Füßen gegen eine Entwicklung, die für die schnelle, heiße und leckere Tasse Kaffee zwischendurch wie gemacht ist.

Das Problem in der öffentlichen Berichterstattung ist, dass die meisten Redaktionen nur über die geschlossenen Systeme berichten, bei denen der Konsument auf die Pads des Herstellers angewiesen ist (wie bei Senseo von Philips, Cafissimo von Tchibo und Tassimo von Jakobs/Braun).

Der Großteil der Padmaschinen und Pads, die auf dem deutschen Markt zu haben sind, entsprechen allerdings dem von illy entwickelten E.S.E. (Easy Serving Espresso)-Standard. Dessen Vorteile liegen auf der Hand:

1. Konstante Spitzenqualität (garantierte Zubereitung Ihres Kaffees in absoluter Spitzenqualität – der Espresso hat selbstverständlich eine Crema)
2. Riesenauswahl (alle renommierten Röstereien bieten inzwischen E.S.E.-Pads an. Sie sind an keinen Hersteller gebunden)
3. Frisch und lecker (die luftdicht versiegelte Portionsverpackung erhält das Aroma)
4. Praktisch und sauber (die tägliche Pflege der Maschine reduziert sich auf ein Minimum: frisches Wasser nachfüllen und Abtropfbehälter entleeren)

Ob Sie Ihren Espresso in der Macchinetta auf der Herdplatte zubereiten, eine halb- oder vollautomatische Espressomaschine oder doch eine Padmaschine benutzen – das ist alleine Ihre Entscheidung! Aber bitte lassen Sie sich nicht durch die negative Presse verunsichern: Ihr Lieblingskaffee wird Ihnen auch in Padform schmecken!

 

Kaffee und Tee - Kenia spendet für Deutschland

7 März 2006

Bis nach Kenia hat sich das Elend der deutschen Hartz-IV-EmpfängerInnen herumgesprochen. Das hat die Beschäftigten eines muslimischen Krankenhauses in Malindi, das von der Medizinischen Direkthilfe Afrika unterstützt wird, nicht kalt gelassen. Von einem deutschen Kollegen erfuhren sie vom Diakonieladen in der Rubensstraße in Berlin-Schöneberg, wo sich einmal wöchentlich Bedürftige kostenlos Lebensmittel abholen können. Davon, dass es auch im reichen Deutschland Armut gibt und dass Menschen für Lebensmittel anstehen müssen, damit sie sich und ihre Familien ernähren können.

Der Geschäftsführer des Krankenhauses und der Direktor beschlossen zu helfen. Sie hörten sich unter Kollegen um und überlegten sich, was sie am besten tun könnten. Dabei wurde die Idee geboren, Tee und Kaffee zu spenden, etwas Wärmendes in einer Zeit, in der es in Deutschland kalt ist. Seit November wurde Geld gesammelt.

In dieser Woche nun erhielt der Betreiber des Diakonieladens, Pfarrer Thomas Lübke von der evangelischen Philippus-Nathanael-Gemeinde, eine Hilfslieferung aus Malindi. Die Sendung enthielt rund 300 Kilo Kaffee und Tee aus kenianischem Anbau. Die Lieferung sei aber eine einmalige symbolische Geste, keine dauerhafte Spende. Und: “Gesammelt wurde natürlich nicht bei armen Menschen, sondern bei Freunden und Förderern des Krankenhauses.” Die Fluggesellschaft LTU nahm die Kisten kostenlos aus Mombasa mit. Lübke hofft nun, dass er seine rund 250 Kunden, die regelmäßig in den Laden kommen, mindestens bis Ostern mit kenianischem Kaffee und Tee versorgen kann.

 

Kaffee-Konsum in Italien

7 März 2006

Espresso ist aus der italienischen Kultur nicht wegzudenken. Pro Jahr importiert Italien durchschnittlich etwa 6 Millionen Kaffeesäcke. Die traditionelle Espresso-Kultur will sich aber nicht nur auf die Italiener beschränken, sondern auch den Rest der Welt erobern.

Der Espresso-Konsum in Italien hängt stark von der Verwendung der Caffettiera zu Hause und der Espressomaschine in der Bar, im Restaurant und am Arbeitsplatz ab. Das Reich des Espressos ist aber der italienische Haushalt. Heute werden 70 % des Espressos zu Hause getrunken und 30 % außer Haus.

Aus den Statistiken geht hervor, dass die Italiener das schwarze Getränk am liebsten morgens und nach dem Mittagessen trinken. Dagegen wird nach dem Abendessen deutlich weniger Espresso getrunken. Beim Espresso-Konsum besteht außerdem kein Unterschied zwischen Mann und Frau: Beide trinken ungefähr dieselbe Menge, etwa 2 oder 3 Tassen. Die Jugendlichen nähern sich dem Getränk schrittweise mit zunehmendem Alter.

Den Schätzungen zufolge liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an grünem Kaffee in Italien bei ungefähr 5 kg.

Quelle: Lavazzas Espresso Handbuch

 

Kaffee-Konsum in Europa

7 März 2006

Nach einem verbreiteten Klischee müssten die Italiener die größten Kaffeekonsumenten sein. Tatsächlich scheint Kaffee auf der italienischen Halbinsel mehr getrunken zu werden als anderswo. Diese Vorstellung ist aber nicht richtig, denn wenn man sich den Pro-Kopf-Verbrauch in den anderen europäischen Ländern anschaut, stellt man fest, dass die Italiener sich hinter Skandinavien (mit Finnland an der Spitze), den Niederlanden, Dänemark, Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und sogar der Schweiz platzieren.

Dabei ist zu bedenken, dass der Geschmack und die Zubereitungsweise des Kaffees sich in den verschiedenen Verbraucherländern stark unterscheiden. Begeben wir uns auf eine hypothetische Reise, die in den nordischen Ländern beginnt, stellen wir fest, dass dort die typische Kaffeemischung aus Arabica-Qualitäten besteht und das Getränk mit der Aufguss- oder Filtermethode zubereitet wird. Man erhält einen aromatischen und milden Kaffee, der in mäßigen Mengen während der Mahlzeiten oder tagsüber getrunken wird.

Je weiter wir in den Süden Europas gelangen, desto stärker nehmen die Robusta-Anteile in den Mischungen zu. Dadurch hat das Getränk einen kräftigeren und schokoladigeren Geschmack, was durch die dunklere Röstung und die Extraktion mit der Espressomaschine noch weiter hervorgehoben wird. Dieses Getränk ist nicht dafür geeignet, während der Mahlzeiten getrunken zu werden. Es ist eher ein wahrhaftig „stärkendes Elixier“, das morgens nach dem Aufwachen, nach dem Mittagessen oder zu besonderen Tageszeiten tässchenweise zu trinken ist. Der geringere Kaffeekonsum in Italien im Vergleich zu den nordischen Ländern lässt sich also durch die verschiedenartige Konsumgewohnheit erklären. Dafür ist aber die Anzahl der getrunkenen Caffès beachtlich.

Quelle: Lavazzas Espresso Handbuch

 

Barista-Meisterschaft in Köln

1 März 2006

Impressionen von der Deutschen Barista-Meisterschaft 2006 in Köln

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