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Trend geht wieder zum Siebträger

Dienstag, 10. August 2010

Kaffee-Vollautomaten von z.B. Jura oder Saeco erfreuen sich auch weiterhin großer Beliebtheit. Und dies trotz des oft enormen Preises. Wer einen solchen Apparat jedoch mal in Gebrauch hatte, weiß auch, dass er so ganz vollautomatisch nicht funktioniert. Wie ein Tamagotchi verlangt die Maschine ständig Support. Wasser nachfüllen, Tresterbehälter leeren, Durchspülen, Entkalken, Filtern. Wo bekomme ich Entkalkungstabletten, wo kann ich Filter problemlos beziehen?

Und nicht jede Bohne eignet sich für das integrierte Mahlwerk. Sind diese süditalienisch geröstet und sehr ölig, kann es schon mal ranzen und kleben im Getriebe.

Ein weiterer Punkt ist, dass ein Vollautomat oft Schwierigkeiten hat die Brühgruppen-Temperatur für einen echten italienischen Espresso zu entwickeln. Wer aber gerne einen Verlängerten (Schümli) oder Milchkaffee trinkt, ist perfekt bedient mit den Highend-Geräten. Man sollte dann allerdings auch auf die richtigen Bohnen zurückgreifen. Diese unterscheiden sich in Mischung und Röstung von der klassischen Tostura italiano und sind viel besser für einen Vollautomaten geeignet. Fast jeder Röster hat inzwischen eine spezielle Mischung für Vollautomaten im Sortiment.

Hier einige Beispiele:

Caffe New York Supercrema
Lavazza Bar Bella Crema
Schreyögg Schümli
Meinl Caffe Mocca Gold

Auch Ulrich Carroux wird noch in diesem Jahr einen Crema anbieten. Wir haben diesen bereits getestet und sind davon sehr angetan.

Wir schätzen, dass oben genannte Gründe dafür ausschlaggebend sind, warum viele Espressoliebhaber sich wieder kleinen Siebträger-Maschinen zu wenden und eine separate Mühle erwerben.

Es macht einfach viel Spaß den richtigen Mahlgrad, Dosierung und Temperatur für den eigenen, perfekten Espresso zu erarbeiten.

Und nur das Ergebnis ist doch das, was am Ende zählt, oder?

 

Die feinen Espresso Kaffees aus der Toskana von Alessandro Nannini

Samstag, 3. März 2007

Es ist uns immer wieder eine besondere Freude, wenn eine neue Lieferung mit den Spitzen-Kaffees von Alessandro Nannini aus Siena bei uns eintrifft.
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Die Gourmet Espresso Caffes von Nannini machen immer wieder überzeugend deutlich, warum gut nicht Arabica und schlecht Robusta meint.

Nannini ist kein Freund der 100 % Arabica Fraktion. Er wählt die Sorten für seine Mischungen mit grösster Sorgfalt aus und hat selbst bei der absoluten Top-Mischung Araldica noch einen kleinen Robusta-Anteil. Aber Robusta ist eben nicht Robusta.

Die hier verwendeten Bohnen gehören ohne Frage zum Besten, was man am Markt kaufen kann.

Das Vergnügen fängt schon beim Öffnen des Beutels an - ein wunderbarer, unverwechselbarer Duft strömt aus der Tüte und schürt die Vorfreude auf den Caffe.

Beim Mahlen des Caffes verstärkt sich der Duft und gewinnt eine Reihe neuer Nuancen dazu. Jetzt den Siebträger füllen und den Espresso brühen - einfach wunderbar.

Mit satter Crema, würzig und aromatisch duftend steht der Espresso im Glas.

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Nannini hat eben wieder frisch geliefert…

 

Wie macht man einen Espresso richtig?

Dienstag, 2. Januar 2007

Wie macht man einen Espresso, der so aussieht und schmeckt, wie er kann und soll?

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Unserem vorherigen Artikel ist zu entnehmen, wie die Standards sind. Aber immer wieder melden sich verzweifelte Espresso-Freunde bei uns und klagen uns ihr Leid.

“Jetzt hab ich mir schon eine ordentliche Siebträgermaschine gekauft und zu Weihnachten habe ich noch eine Mühle bekommen. Nur einen anständigen Espresso krieg ich nicht hin. Woran kann es liegen?

An meinem Kaffee wohl nicht. Ich verwende illy und hab diesen in verschiedenen Bars in wunderbarer Qaulität geniessen dürfen.

Und mit diesen vorgegebenen Parametern klappt das bei mir auch nicht.

Ich hab immer zu schnell zu viel Kaffee in der Tasse.”

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So sieht´s aus mein Freund. Nur einfach oben aus dem Regal die teueren Sachen ´rausnehmen und fertig ist das Top-Ergebnis is nich.

Was wir zusätzlich zu all diesen tollen Gerätschaften und guten Bohnen brauchen, ist etwas Zeit.

Wenn man das erste mal mit einem Siebträger arbeitet oder einen neuen Kaffee ausprobiert, empfehlen wir wie folgt vorzugehen:

Zunächst bereite ich mir eine Tabelle vor, in die ich alle Probier-Schritte zum Top-Espresso eintragen kann. Diese Werte helfen mir zukünftig als Vergleich, wenn ich einen neuen Kaffee ausprobieren will und führen mich dann schneller zum Ergebnis.

Nun wird die Kaffeemühle auf den feinsten Mahlgrad gestellt und danach wieder 3 Stufen in Richtung grob zurück gestellt. Den frisch gemahlenen Kaffee wiegen wir mit einer Feinwaage auf genau 7 g ab und schreiben die dazu gehörende Zeit, die die Mühle gelaufen ist, auf.

Haben wir zuviel oder zuwenig Kaffeemehl erhalten, wird die Mahldauer entsprechend verkürzt oder verlängert.

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Jetzt füllen wir das Kaffeemehl in den Siebträger, glätten die Oberfläche und verdichten durch leichten Druck mit dem Tamper den gemahlenen Kaffee.

Siebträger einrasten, Tasse drunter und Espresso brühen. Achten Sie genau auf die Zeit. Die Brühzeit sollte nicht weniger als 25 Sekunden und nicht mehr als 30 Sekunden betragen.

Jetzt kommt die spannende Frage:

Sieht der Kaffee nun so aus, wie auf dem Bild?

Und haben wir 25 bis 30 ml Espresso in der Tasse?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht!

Denn nun beginnen wir mit den Korrekturen einzelner Grössen (bitte immer nur ein Grösse verändern, protokollieren und ausprobieren).

Meist ist der Caffè viel zu schnell und in viel zu grosser Menge in die Tasse gelaufen.

Schritt für Schritt mahlen wir den Kaffee nun immer eine Stufe feiner, bis wir die vorgegebene Durchlaufzeit von 25 - 30 Sekunden für den Kaffee erreichen. Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass auch 7 g Kaffeemehl verwendet werden. Normalerweise verlängert sich die Mahldauer für eine vorgegebene Menge, wenn der Mahlgrad verfeinert wird.

Läuft der Kaffee zu langsam durch oder tröpfelt nur, müssen wir in die andere Richtung korrigieren und Stufe für Stufe gröber mahlen.

Man sagt, der Kaffee läuft dann richtig aus dem Siebträger, wenn der ablaufende Kaffee wie ein Mäuseschwänzchen aussieht, dass vom Siebträger in die Tasse hängt. Dann läuft er nicht zu schnell und nicht zu langsam.

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Auf diesem Wege sollten wir über die Justage des Mahlgrades zu unserem Wunschergebnis (25 - 30 ml in 25 - 30 Sekunden, schöne Crema) erreichen.

Passt das noch nicht, können wir bei unserem Maschinenhersteller nach anderen Sieben fragen (gröber, wenn der Kaffee zu langsam läuft und feiner, wenn umgekehrt).

Ist dies nicht möglich, kann man zumindest, wenn der Caffè zu schnell läuft und die Mühle nicht mehr feiner gestellt werden kann, das Kaffeemehl im Siebträger mit dem Tamper noch etwas komprimieren.

Die zweite Korrekturmöglichkeit ist die Kaffeemenge; wie wir gelernt haben, ist die Variation mit + oder - 0,5 g im Rahmen des zulässigen.

Naturgemäss läuft der Kaffee mit etwas weniger Kaffeemehl schneller, bei etwas mehr Kaffeemehl langsamer.

So wird dann also in kleinen Schritten der Weg gesucht, mit Variieren des Mahlgrdes, Kompression des Kaffeemehhls im Sieb und der “richtigen” Kaffeemenge, zu einem hundertprozentigen Espresso zu gelangen.

Anstelle der Espresso-Tasse verwenden wir sehr gerne Espresso-Gläser, weil man von der Seite sehr schön auch die Dicke und Konsistenz der Crema beurteilen kann.

 

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Artikel zum Stichwort siebträger


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