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Archiv für August 2006

Die Geschichte der Bremer Kaffee-Familie Jacobs

Mittwoch, 30. August 2006

Louise Jacobs.jpg«Ich liebe Kaffee!», sagt Louise Jacobs voller Überzeugung. Der Name scheint irgendwie zu verpflichten. 23 Jahre alt ist die Enkelin des 1998 gestorbenen Bremer Kaffee-Patriarchen Walther Jacobs, die nun nach aufwändiger Recherche die Geschichte ihrer weit verzweigten Familie aufgeschrieben hat. Nicht nur die Chronik der väterlichen Seite mit dem bekannten hanseatischen Familien- unternehmen Jacobs hat sie zu Papier gebracht, sondern auch die ihrer Mutter, die von sephardischen Juden abstammt und deren Großvater Fritz Moritz Jessurun samt seiner Familie in der NS-Diktatur Deutschland verlassen musste.

Café Heimat1.jpg«Café Heimat - Die Geschichte meiner Familie» heißt nach rund zwei Jahren das Ergebnis der sehr emotionalen Suche nach ihren Wurzeln und nach sich selbst, das jetzt im Ullstein-Verlag erschienen ist. Nicht nur Kaffee, sondern auch viel Tee hat Louise Jacobs bei der Arbeit an dem Buch getrunken, und viel gereist ist sie auch: nach Arizona, New York, Lissabon, Rio de Janeiro oder Bremen und München, wohin es ihre Verwandten und Weggefährten ihrer Familie verschlagen hat.

«Mir wurde zunehmend bewusst, dass ich sehr wenig über die Vergangenheit meiner Familie weiß - und dagegen wollte ich etwas tun«, sagt die Jungautorin. Über frühere Generationen sei in ihrer Familie kaum gesprochen worden. «Das waren verschlossene Türen.» Auf den Spuren dieser Generationen sprach sie mit Verwandten, zu denen sie vorher kaum Kontakt hatte, Weggefährten ihrer Großeltern, wühlte in Archiven, durchforstete Briefe und Pressematerial, sichtete Werbespots für die «Krönung» und das «Verwöhnaroma». Sie selbst habe eine «Achterbahn der Gefühle» erlebt, vor allem als sie in Archiven las, welche Erniedrigungen ihre Vorfahren vor der Emigration aus Nazi-Deutschland erfuhren.

Nicht von allen Familienmitgliedern erhielt sie Unterstützung für ihr Projekt, berichtet sie, nicht immer waren die Gespräche mit Onkel oder Tanten einfach. «Mein Großvater, dem seine Firma über alles ging, war ein solcher Patriarch, dass es seine Kinder nicht immer einfach hatten«, sagt Louise Jacobs.

Jakobs Krönung.gifNur der älteste Sohn Klaus stieg in das erfolgreiche Kaffee- Familienunternehmen ein. Dessen Grundstein wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Walthers Onkel Johann in Bremen gelegt. Rund 100 Jahre später wurde die Firma an einen US-Konzern verkauft. Louise Jacobs selbst sah ihren Großvater - der auch noch eine Rennpferdezucht aufbaute - nur bei Familienfesten. Ihre schon 1977 gestorbene Oma Lore kannte sie gar nicht.

Nun habe sie Walther mit allen Stärken und Schwächen etwas besser kennen gelernt, und bedauert, dass sie sich nicht mehr persönlich mit ihm auseinander setzen konnte. Sehr ans Herz gewachsen ist ihr auch ihr jüdischer Urgroßvater Jessurun, der mit seiner Familie zunächst nach Portugal und dann nach New York emigrierte, wo es die einst wohlhabende Familie nicht leicht hatte, Fuß zu fassen. Ihre Urgroßmutter Else, die zuvor »in ihrem Leben keinen Handschlag hatte tun müssen, um Geld zu verdienen”, nahm zunächst das Heft in die Hand und kam durch eine Arbeit in einer Textilfabrik für den Lebensunterhalt auf. Zwei Töchter, Eva und Ann, zogen die beiden groß.

Die 23-Jährige Louise Jacobs selbst ist über die Schweiz, wo sie mit fünf Geschwistern aufwuchs und sich nie heimisch fühlte, und die USA, wo sie ein Jahr zur Schule ging, in Berlin angekommen. Dort machte sie Abitur. Studieren wollte sie nicht. «Ich war immer auf der Suche, bis ich mit dem Buch angefangen habe», sagt sie. Dass sie weiter schreiben und dadurch «etwas mitteilen» will, steht für sie fest. «Jetzt, wo das Buch da ist, kann ich wieder einigermaßen klar denken. Aber um etwas Neues anzufangen, ist es noch zu früh.»

Verkauft hat sich ihr Debütwerk auch schon: Ihre Großmutter mütterlicherseits, Ann, die 1960 nach Stationen in den USA und Managua nach Bremen zurückkehrte, besorgte sich gleich 14 Bücher, berichtet die Autorin, und verschickte sie in alle Welt.

Quelle: freiepresse.de

Erhältlich über amazon.de.

 

Traditionelle Kaffeehäuser in Budapest

Dienstag, 29. August 2006

Kaffee und süße Köstlichkeiten

Petofi_Sandor.jpgSie gehören zu Budapest wie Pubs zu London und Bistros zu Paris: Kaffeehäuser, Ungarisch “kávéház”. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in der ungarischen Metropole mehr als 500 dieser prunkvollen Institutionen. Hier versammelten sich Kunstliebende und -schaffende genauso wie Journalisten, Schachspieler und Bohemiens. Sie kamen, um sich einem Kaffee und den süßen Kreationen der Konditoren hinzugeben, aber vor allem um zu diskutieren und zu schreiben. So schuf beispielsweise Sándor Petöfi, Dichter und Nationalheld, im mittlerweile abgerissenen Café Pilvax sein “Nationallied”.

Der Zweite Weltkrieg und die nachfolgenden historischen Entwicklungen haben die ungarische Kaffeehauskultur zu großen Teilen zerstört. Zwar gibt es in Budapest heute wieder 600 Cafés. Doch nur wenige Originale aus dem 19. Jahrhundert haben den Wandel der Zeit überstanden oder wurden nach jahrzehntelanger Pause wiederbelebt wie beispielsweise das Café Centrál in der Károlyi Mihály utca. Nach wie vor gehört ein Zwischenstopp in den Traditionshäusern zu den Highlights eines Budapest-Besuchs.

gerbeaud-budapest.jpgNummer eins unter den Konditoreien und Kaffeehäusern ist das prachtvolle, 1858 gegründete Café Gerbeaud am Vörösmarty tér in Pest, am nördlichen Ende der Fußgängerzone. Benannt ist die heutige Kaffeehauslegende nach dem Schweizer Emil Gerbeaud, der es 1884 übernahm. Gäste lassen sich hier in schönstem Jugendstil-Ambiente und unter mächtigen Kronleuchtern mit Kaffeespezialitäten und Patisserien verwöhnen. Die Originalrezepte versetzen jeden Gerbeaud-Besucher, der einen Platz ergattern kann, in vergangene Zeiten zurück und garantieren großartigen Genuss.

Auch als “Kleines Gerbeaud” ist das Café Müvész (zu Deutsch “Künstlercafé”) an der Prunkmeile Andrássy út bekannt. Hier trifft sich die Künstlerszene von der gegenüber liegenden Staatsoper, aber auch betagtere Damen und Herren besuchen die spiegelgeschmückten Räume des Kaffeehauses. Bei einem Stück Esterházy-Torte lässt sich hier entspannt das Opernprogramm studieren oder das Treiben auf der Andrássy út beobachten. New York Palace.jpgNach mehrjähriger Umbau- und Renovierungsphase hat eine altbekannte Budapester Adresse, das legendäre Café New York, im Erdgeschoss des luxuriösen New York Palasts, wieder seine Pforten geöffnet. Hier traf sich in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Budapests intellektuelle Elite. Heute lässt sich hier wieder in stilvollem, nach Originalplänen geschaffenem Ambiente ein Kaffee genießen.

ruszwurm.jpgIm Burgviertel lockt das winzige Café Ruszwurm Freunde süßer Verführungen an. Nicht größer als ein geräumiges Wohnzimmer wartet das denkmalgeschützte Kaffeehaus mit einer weniger prunkvollen, aber durchaus historischen Biedermeier- Einrichtung auf, die noch aus den Anfängen des Ruszwurm stammt. Seit 1827 pflegt man hier schon die ungarische Konditortradition. Besonders zu empfehlen ist die Spezialität des Hauses: Ruszwurm-Crème (mit einer Vanille-Masse gefüllte Crèmeschnitte).

Quelle: Presseportal.de

 

Robbie Williams lässt seinen Kaffee umrühren

Freitag, 25. August 2006

Robbie 2.jpgRobbie Williams hat jemanden, der für ihn den Kaffee umrührt. Das behauptet zumindest die Sängerin Lily Allen, die mit ihm im Aufnahmestudio als Background- Sängerin arbeitete.

Wie die britische Zeitung “The Sun” berichtet, empfand Lily Allen das Verhalten von Robbie Williams ansonsten recht normal. Sie sagte dazu: “Das Einzige, was ich gesehen habe, das etwas mit seiner Berühmtheit zu tun hat, war die Tatsache, dass er jemanden hat, der ihm Süßstoff in den Kaffee gibt und ihn umrührt.”

Ehrlich gesagt: Die meisten unserer weiblichen Kolleginnen würden Robbie diesen kleinen Wunsch auch nicht ausschlagen… Oder darf ich Ihnen einen kräftigen Espresso, einen cremigen Cappuccino oder eine leckere Latte Macchiato anbieten, Mister Williams?

Quelle: Chart-King.de

 

Business Blog Studie - Fragen zum Kaffee Blog

Donnerstag, 24. August 2006

Im Rahmen seiner Diplomarbeit am Lehrstuhl Marketing der Johannes Gutenberg-Universität Mainz führt Ingo Haupt eine Befragung unter Weblog-Lesern zum Thema „Business Blogs als Instrument für Konsumentenloyalität“ durch.

Bei der Umfrage geht es darum, ein ausgewähltes Business Blog zu bewerten. Der Fragebogen ist so kurz wie möglich gehalten, um dadurch die Abbruchquote zu verringern, die ja bei Online-Befragungen oft recht hoch ist. Sollten Fragen unklar sein oder schwer zu beantworten, dann bitte einfach mit dem Mittelwert (4) bewerten.

Wir unterstützen diese Aktion sehr gern und würden uns freuen, wenn Sie ca. 1o Minuten Zeit hätten, Herrn Haupt unter diesem Link seine Fragen zu beantworten, unseren Espresso-Kaffee-Blog zu beurteilen und dabei seine Diplomarbeit zu unterstützen.

Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmern der Befragung 3 Amazon-Gutscheine im Wert von je 20,- € verlost. Zusätzlich erhalten die Gewinner der Shopping Gutscheine noch ein Geschenkpaket im Wert von 25 $ von Overall Beauty.

 

Kaffeezentrum in Hamburg geplant

Donnerstag, 24. August 2006

Die Hamburger Kaffee-Wirtschaft will sich künftig in einem eigenen Kaffee-Zentrum präsentieren. Bis Mitte 2008 wollen Händler, Importeure, Röster und Verbände am Sandtorplatz einen zwölfgeschossigen Büroturm mit Nebengebäuden beziehen. Das neue Zentrum mit modernen Büroräumen soll am wichtigsten europäischen Umschlagplatz für die braunen Bohnen dabei helfen, Interessen zu bündeln.

Nach der Einschätzung von Wolfgang Heinricy vom Präsidium des Deutschen Kaffee-Verbandes könnten an dem Standort unter anderem ausländische Vertretungen der Branche vertreten sein.

speicherstadt 3.jpgInitiator und erster Mieter in dem Gebäude ist die Neumann-Kaffee-Gruppe NKG, die damit an den Platz ihres alten Lagers in der Hafencity zurückkehrt. Ihre neue Rösterei für 50 Millionen Euro wurde gerade auf der Hohen Schaar in Wilhelmsburg in Betrieb genommen.

Die Krönung des Kaffee-Zentrums soll ein Museum werden, in dem das weltweit beliebte Genussmittel etwa mit modernsten Video-Installationen dargestellt wird. Noch schreckt die Branche allerdings vor den hohen Betriebskosten von gut einer Million Euro im Jahr zurück. In den kommenden Wochen soll das Projekt Firmen wie Darboven und Tchibo als potenziellen Geldgebern schmackhaft gemacht werden.

Quelle: NDR

 

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