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Eugen Roth – Der starke Kaffee
Ein Mensch, der viel Kaffee getrunken,
Ist nachts in keinen Schlaf gesunken.
Nun muß er zwischen Tod und Leben
Hoch überm Schlummerabgrund schweben
Und sich mit flatterflinken Nerven
Von einer Angst zur andern werfen
Und wie ein Affe auf dem schwanken
Gezweige turnen der Gedanken,
Muß über die geheimsten Wurzeln
Des vielverschlungnen Daseins purzeln
Und hat verlaufen sich alsbald
Im höllischen Gehirn-Urwald.
In einer Schlucht von tausend Dämpfen
Muß er mit Spukgestalten kämpfen,
Muß, von Gespenstern blöd geäfft,
An Weiber, Schule, Krieg, Geschäft
In tollster Überblendung denken
Und kann sich nicht ins Nichts versenken.
Der Mensch in selber Nacht beschließt,
Daß er Kaffee nie mehr genießt.
Doch ist vergessen alles Weh
Am andern Morgen – beim Kaffee.
Tags: Kaffee, Kaffeegedichte




10. Januar 2007 um 16:33 Uhr
also ich habe dieses gedicht neulich in der u-bahn gelesen udn fand es einfach toll, weil ich es gut genug kenne abends im bett zu liegen und vom vielen koffein nicht schlafen zu können.
aber kaffee trinkt man trotzdem jeden tag wieder
15. Januar 2007 um 19:53 Uhr
Mir ging es heute wie der Nina – sehen, lesen und Gefallen finden an diesem herrlichen Vers. Danke.
1. Februar 2007 um 16:44 Uhr
Hallo.
Ich habe dieses Gedicht in der U-Bahn gelesen und muss es mir jetzt gleich abschreiben.Es ist toll.Echt super….Liebe Grüße
EIN HOCH AUF DEN KAFFEE
20. März 2007 um 19:54 Uhr
Ich habs auch in der Bahn gelsen und habs gleich für meine Freundiin abgeschrieben, weil ich es krankhaft finde wie viel Kaffee sie trinkt, sie musste lachen und denkt jetzt immer an mich und das Gedicht wenn sie Kaffee trinkt
Liebe Grüße
10. Mai 2008 um 06:59 Uhr
Ich habe das Gedicht nicht in der U-Bahn gelesen, ich kannte es schon.
Es ist aber trotzdem super
Martin
12. Februar 2011 um 14:52 Uhr
Ich finde solche Artikel immer sehr hilfreich, so kann man schnell nachvollziehen was eigentlisch was ist. Sicher gibt es in Deutschland viele andere Foren oder Blogs nur dieser hat mich am meisten Interessiert.