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Archiv für Juni 2006

Kaffeepreise werden wieder steigen

Donnerstag, 29. Juni 2006

kaffee_illustration.gifNachdem der Deutsche Kaffeeverband noch am 28.09.2005 verlauten ließ „Kaffeepreise bleiben stabil“ und das liebste Aufputschmittel der Deutschen im Moment sogar wieder etwas billiger zu haben ist, geht die Tendenz über kurz oder lang leider in die entgegen gesetzte Richtung.

Hamburg – Verglichen mit September 2005 ist das Pfund Kaffee um 25 Cent billiger geworden. “Der Rückgang ist zum einen auf die rückläufigen Rohkaffeepreise auf dem Weltmarkt zurückzuführen, zum anderen auf den harten Konkurrenzkampf der Lebensmittelhändler, die Kaffee als Lockprodukt einsetzen”, sagte Winfried Tigges, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, der Nachrichtenagentur dpa.

“Im langfristigen Vergleich sind die Preise aber immer noch hoch. Die sinkenden Weltmarktpreise sind nur schwer erklärlich, weil die Nachfrage ständig steigt: In manchen Ländern, wie etwa dem bedeutenden Kaffee-Exportland Vietnam, entdeckt die einheimische Bevölkerung erst jetzt Kaffee als Getränk. Deshalb gehen die Exportmengen zurück. Die weltweite Nachfrage wird bald das Angebot übersteigen.

Vor diesem Hintergrund rechnet die Kaffeewirtschaft nicht damit, dass die Kaffeepreise noch weiter zurückgehen. Auch die Ernte im wichtigsten Kaffeeland Brasilien deute eher auf steigende als auf fallende Preise.

Den gesamten Text finden Sie bei Spiegel Online.

Quelle: Deutscher Kaffeeverband e.V.

 

Kaffee und Werbung – Teil 3

Donnerstag, 29. Juni 2006

Wen wir gestern mit unserer Zombie-Kaffee-Werbung erschreckt haben, dem bieten wir heute Beschaulicheres:

Kaffeeschneiz.jpg

Was hier so aussieht wie ein kleines Gasthaus im Schwarzwald, steht in Wirklichkeit in Brasilien. Als Erklärung der “typisch deutschen Gemütlichkeit” ein paar Infos von Wikipedia:

“Rio Grande do Sul ist der südlichste Bundesstaat Brasiliens. Nördlich der Hauptstadt Porto Alegre in einer hügeligen nach Westen abflachenden Hochebene befindet sich das Siedlungsgebiet deutscher und italienischer Einwanderer mit kleinräumiger Landwirtschaft.

Dois Irmãos ist die erste Kleinstadt nördlich von Porto Alegre, die mitten in den Bergen liegt. Viele Café Colonial säumen die Straßenränder, dort kann man nachmittags die brasilianische Version eines „typisch deutschen“ Abendessens genießen, auch Kuka (Kuchen) gibt es dort. In Ivotí, das sich selbst „Stadt der Blumen“ nennt, wurden von deutschen Einwanderern viele Fachwerkhäuser gebaut. Auch Presidente Lucena klingt nicht deutsch, es ist aber der Hauptort der Produktion von „Schmier“, wie man die hausgemachte Marmelade dort nennt.

Etwas weiter liegt Picada Café, die Kaffeeschneise, die früher ein Ort für die Kaffeepause für durchreisende Händler war. Heute liegt sie in bergiger Landschaft wie die anderen Städte von São Leopoldo bis São Francisco de Paula an der Romantischen Straße (Rota Romântica).”

Wenn wir mal in Süd-Brasilien unterwegs sind, werden wir bestimmt in der Kaffeeschneise einkehren. Und sind schon jetzt gespannt, ob da Jakobs Krönung oder doch eher ein edler Brazil Santos kredenzt wird… ;-)

 

Kaffee und Werbung – Teil 2

Mittwoch, 28. Juni 2006

K-fee.jpgNachdem wir letzte Woche den ersten Teil von „Kaffee und Werbung“ präsentiert haben, sind wir bei unserer weiteren Suche auf eine völlig schräge Kampagne gestoßen: die von der K-fee AG aus Berlin. Die Kreativen der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt haben für ihren Kaffee-Kunden mal wieder alle Register gezogen, um aus dem üblichen TV-Brei herauszuragen.

Die Grundidee ist einfach: In den Werbespots wird eine kleine, schöne, entspannte Szene mit angenehmer Musik gezeigt. Wenn der Zuschauer sich gerade von der romantischen Idylle hat einlullen lassen, springt auf einmal eine Art Zombie mit tierischem Gebrüll ins Bild. „K-fee. So wach warst Du noch nie.

Nachdem die K-fee Spots 2005 nicht nur beim ADC, dem wichtigsten deutschen Kreativwettbewerb, sondern auch in Cannes beim wichtigsten europäischen Werbepreis kräftig abgeräumt hatten, hatten sich die Zuständigen bei K-fee schon leicht besorgt gefragt, ob diese Erfolge 2006 wohl noch getoppt werden können.

Doch die Sorge war unbegründet: Gleich zum Beginn des neuen Jahres gewannen die K-fee Spots eine GOLDmedaille bei den AME Awards (“Advertising and Marketing Effectiveness Awards”), dem wichtigsten amerikanischen Werbepreis, der am 26. Januar in New York verliehen wurde.

Die Bild-Zeitung berichtete dagegen schon am 07.06.2004: „Skandal oder Spaß? Bei „K-fee“ stapeln sich Briefe besorgter Mütter, die psychische Folgen für ihre Kleinen befürchten, entsetzter Rentner, bei denen fast der Herzschrittmacher aussetzte und Zuschauern, die ihr Bier verschütteten.“

Wir finden die Spots auf jeden Fall schräg genug, um sie gern in unsere kleine Reihe aufzunehmen. Ob der Kaffee von K-fee auch schmeckt, entzieht sich wiederum unseren Kenntnissen…

 

Eugen Roth – Der starke Kaffee

Dienstag, 27. Juni 2006

coffee!.jpgEin Mensch, der viel Kaffee getrunken,
Ist nachts in keinen Schlaf gesunken.

Nun muß er zwischen Tod und Leben
Hoch überm Schlummerabgrund schweben

Und sich mit flatterflinken Nerven
Von einer Angst zur andern werfen

Und wie ein Affe auf dem schwanken
Gezweige turnen der Gedanken,

Muß über die geheimsten Wurzeln
Des vielverschlungnen Daseins purzeln

Und hat verlaufen sich alsbald
Im höllischen Gehirn-Urwald.

In einer Schlucht von tausend Dämpfen
Muß er mit Spukgestalten kämpfen,

Muß, von Gespenstern blöd geäfft,
An Weiber, Schule, Krieg, Geschäft

In tollster Überblendung denken
Und kann sich nicht ins Nichts versenken.

Der Mensch in selber Nacht beschließt,
Daß er Kaffee nie mehr genießt.

Doch ist vergessen alles Weh
Am andern Morgen – beim Kaffee.

 

Kaffeeflecken von ihrer schönsten Seite

Donnerstag, 22. Juni 2006

Was für eine schöne Idee! Die Designer Valeria Miglioli und Barnaby Barford haben das Problem “Kaffeeflecken auf der Tischdecke” an der Wurzel gepackt und daraus zwei wunderschöne Kaffeetassen mit Stempelfunktion entwickelt. Wenn jetzt etwas tropft, entstehen auf der Decke florale Muster, die einfach nur hübsch aussehen.

stamp mugs.jpg

Leider haben wir die bisher nur in us-amerikanischen und englischen Shops für $ 55 bzw. £ 29 gefunden.

 

Kaffee und Werbung – Teil 1

Donnerstag, 22. Juni 2006

Zwei Fakten: Die Amerikaner trinken jeden Tag 85 Millionen Tassen Folgers Kaffee (laut Procter & Gamble). Und die Gullydeckel in New York dampfen wie nirgendwo anders auf der Welt.

Diese beiden Tatsachen hat die amerikanische Werbeagentur Saatchi & Saatchi für ihren Kunden Folgers zu einer sehenswerten Kampagne vereint: „Hey, City That Never Sleeps. Wake up. Folgers

dampfender Gully.jpg

Mit diesem frechen Spruch und dem Bild einer auf Vinyl gedruckten und durchlöcherten (damit der Dampf durch kommt) Tasse Kaffee hat Folgers die Gullydeckel im Big Apple bestückt, um alle Passanten direkt anzusprechen und den Appetit auf eine heiße Tasse Kaffee zu wecken.

Davon abgesehen, dass wir nicht beurteilen können, wie Folgers Kaffee schmeckt (haben bisher eher negatives gehört), freuen wir uns über diese schöne Idee!

Welche Kaffeewerbung gefällt Euch besonders? Wir werden unsere Lieblinge in der nächsten Zeit in unregelmäßigen Abständen vorstellen und dabei auch gern Eure Vorschläge aufgreifen!

 

Kaffee und Fußball – Teil 2

Mittwoch, 21. Juni 2006

Fans1.jpg“Argentina!” rufe ich,
“Deutschland!” brüllt der Willy.
Die WM jedoch ist nichts
ohne unsren illy!

Mit diesem tollen Fußballspruch hat Dagmar R. aus Berlin gestern bei uns Espresso bestellt. Vielen Dank, Frau R.!

Das hat uns auf die Idee gebracht, einen Aufruf an den Rest der fußballbegeisterten Kaffeetrinker in Deutschland zu starten: Hat auch einer von Euch eine ähnlich tolle Idee wie Frau R.?

Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare!

 

Hausbrandt – Die Geschichte eines Mannes und eines Kaffees

Mittwoch, 21. Juni 2006

Triest.jpgIm Jahre 1892 beginnt im italienischen Triest das moderne Kaffee-Zeitalter. Zu dieser Zeit war Triest ein wichtiger Handelsknoten für Kaffee und ein Zentrum mitteleuropäischer Kultur. Es war der Österreicher Kapitän zur See Hermann Hausbrandt, der sich hier niederließ, um sich dem Kaffee-Handwerk und dessen Weiterentwicklung zu widmen. Er war ein Erfinder und Reisender, der sich auf seinen Ausflügen um die Welt die besten Techniken zur Weiterverarbeitung zu Eigen gemacht hatte, um diese daheim zur Perfektion weiterzuentwickeln.

Hausbrandt Rösterei.jpgHier verschmilzt die Geschichte einer Stadt mit der eines Mannes. Hermann Hausbrandt machte sich den Hafen von Triest zu Nutze, um unter den ankommenden Kaffeebohnen nur die besten auszusuchen und beauftragte ansässige Röster, diese so schonend und aromatisch wie möglich zu verarbeiten. Am Ende stand als Produkt die perfekte Balance aus Geruch und Geschmack: der Hausbrandt-Kaffee.

Hausbrandt Fassade.jpgIm Laufe der Jahre entwickelte Hermann Hausbrandt eigene Verfahren und nutzte modernste Technik, um die Qualität seiner Kaffees weiter zu steigern. Dabei perfektionierte er diese so sehr, dass sich bis heute an ihnen nichts Grundlegendes mehr änderte.

Heute ist es Martino Zanetti, der die Möglichkeiten in Transport und Vertrieb von heute mit den traditionellen Verfahren des Hermann Hausbrandt, die dessen Produkte einzigartig auf der Welt machen, verbindet, um seinen Kunden auch in Zukunft die gewohnt außerordentliche Qualität zu bieten.

Somit ist gewährleistet, dass es auch in Zukunft immer etwas ganz besonderes bleiben wird, einen Hausbrandt-Kaffee zu genießen!

logohaus250.jpgOb Sie sich nun für Italiens beliebtesten Espresso Academia oder für den prestigeträchtigen Gourmet – von seinen Liebhabern auch gerne als „Champagner-Caffé” bezeichnet – entscheiden, Hausbrandt Espresso vermittelt Ihnen stets das Lebensgefühl, welches Geist und Sinne gleichermaßen belebt.

 

Die Kaffeepflanze – Plantage oder Wohnzimmer?

Donnerstag, 15. Juni 2006

Blueten-und-Knospen.jpgDie Kaffeepflanze ist ein 8 – 10 m hoher Baum. Auf Plantagen werden die Pflanzen wegen der einfacheren Ernte in Strauchhöhe bis 3 m gehalten, die je ca. 1 – 2 kg Bohnenkaffee liefern. Aus weißen Blüten, die nach Jasmin duften, entwickeln sich je nach Sorte und Lage in 6 (Robusta) bis 11 Monaten (Arabica) intensiv rote Kaffeekirschen mit den darin enthaltenen Kirschkernen, den zwei Kaffeebohnen.

Kaffeekirschen-rotgelbgruen.jpgEine Besonderheit der Pflanze ist, dass sie gleichzeitig Kirschen von unterschiedlichem Reifegrad und Blüten tragen kann. Die unreifen Früchte sind grün, die reifen sind rot. Die Pflanze ist sehr empfindlich gegen Frost, verträgt aber auch Temperaturen über 30°C nur sehr schlecht. Deshalb gedeiht sie im Hochland in der Nähe des Äquators am besten – und im heimischen Wohnzimmer!

Wenn Sie Interesse an dieser besonders schönen Pflanze haben, gilt es aber, ein paar Regeln zu beachten:

junge-Kaffeepflanze.jpgDie Pflanze im Zimmer an ein helles Ost- oder Westfenster stellen. Auf direkte Sonne reagiert Kaffee mit Sonnenbrand. Ideal ist die Pflanze für den Wintergarten, da dort eine höhere Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Im Zimmer daher die Pflanze hin und wieder besprühen. Temperaturen am besten um 18 – 25°C, bitte vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen! Die Pflanze kann im Sommer durchaus in den Garten oder auf die Terrasse gestellt werden. Im Winter sind Temperaturen um 15°C ausreichend – allerdings muss der Kaffee hell stehen. Bitte setzen Sie die Kaffeepflanze keiner Zugluft aus, und halten Sie den Wurzelballen feucht: nicht zu nass, nicht zu trocken.

Oder Sie vertrauen doch nicht ganz auf Ihre gärtnerischen Fähigkeiten – oder haben keine Lust, lange zu warten. Dann bestellen Sie doch einfach eine kleine Kaffeepflanze. Das geht zum Beispiel hier.

Bilder: Deutscher Kaffeeverband e. V.

 

Brühe, deutsches Vaterland!

Donnerstag, 15. Juni 2006

fifawm2006logo.gifEigentlich sollten wir über Kaffee bloggen, sind aber momentan so begeistert von dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Polen gestern Abend, mit dem sie schon fast den Einzug ins Achtelfinale geschafft hat…

Haben Sie gesehen, wie das deutsche Team vor 65.000 Zuschauern in Dortmund dem Siegtreffer 90 Minuten lang vergebens hinterher gelaufen ist? Ausgerechnet die beiden gebürtigen Polen Miroslav Klose und Lukas Podolski sowie Oliver Neuville vergaben die größten Chancen. In der Schlussminute scheiterten Klose und Michael Ballack dann innerhalb von Sekunden sogar noch an der Torlatte.

Tor.jpgDoch in der Nachspielzeit gelang Neuville auf Vorlage des ebenfalls eingewechselten David Odonkor doch noch der erlösende Siegestreffer, mit dem er den bedingungslosen Sturmlauf der deutschen Elf verdientermaßen krönte.

Und was hat Fußball nun mit Kaffee zu tun?

Da fiel uns als erstes das Spiel zur Neueröffnung der Münchner Allianz-Arena am 31. Mai des letzten Jahres ein. Bayern München spielte gegen die deutsche Nationalmannschaft, und Popsternchen Sarah Connor sang vor einem Millionen-Publikum die deutsche Nationalhymne:

„(…) Einigkeit und Glück und Freiheit sind des Glückes Unterpfand.
Brüh im Lichte dieses Glückes, brühe, deutsches Vaterland!“

Danke, liebe Sarah, schöner hätten wir sie auch nicht formulieren können, diese kollektive Aufforderung an alle Deutschen, mehr Kaffee zu trinken (und vorher natürlich aufzubrühen)! ;-)

Desweiteren spielen noch drei der großen Kaffee-Nationen beim Fifa Worldcup mit: Australien, Brasilien und Costa Rica. Während Brasilien nach wie vor DER Favorit auf den Titelgewinn ist, steht auch Australien nach dem 3 : 1 im ersten Spiel gegen Japan gut da. Bei Costa Rica geht es nach dem verlorenen Eröffnungsspiel gegen Deutschland heute Nachmittag in Hamburg gegen Ecuador um Alles oder Nichts.

Deutschland-Fan1.jpgUnd am 9. Juli werden wir wissen, ob der Australia Skybury, der Brazil Santos oder der Costa Rica Tarazzu unsere interne Kaffee-Weltmeisterschaft gewonnen hat! Bis dahin wünschen wir uns allen noch schöne, spannende und aufregende Momente… vielleicht nachmittags auch ruhig mal mit einer Tasse Kaffee statt mit einem Bier?

 

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